Klöster im Wandel – Eine spirituelle Entdeckungsreise zu Kraftorten in der Transformation

Termine 2025/2026

Diese Studienreise richtet sich an alle, die sich für innovative Lösungsansätze in Kirche und Gesellschaft interessieren – sei es als Kloster- und Gemeindeverantwortliche, Mitarbeitende in kirchlichen Einrichtungen und Bildungswerken, die von Transformationsprozessen lernen möchten.

Kraftorte im Wandel – Eine spirituelle Entdeckungsreise zu Klöstern in der Transformation

Cohaus Schlehdorf – Missionsdominikanerinnen – Kloster Reute im Umbau – Einstiften von Betrieben – Akademiegründung in Hegne – werteorientiert Führen – Klosterinsel Reichenau

In Zeiten, in denen Menschen nach Sinn, Stille und spiritueller Orientierung suchen, steht paradoxerweise eine jahrhundertealte Klosterkultur vor großen Herausforderung. Kaum jemand tritt mehr in ein Kloster ein. Überalterte Gemeinschaften können ihre Betriebe und Klosteranlagen nicht mehr unterhalten. Kliniken, Schulen, Sozialstationen und Altersheime wechseln die Trägerschaft oder müssen schließen. Klöster werden verkauft und bestenfalls in Rehakliniken oder Museen umgewandelt.

Doch es gibt Beispiele für gelungene Transformation, wo Schwestern neue Wege beschreiten.

Schlehdorf am Kochelsee – Wo Genossenschaften auf Spiritualität treffen

Die Missions-Dominikanerinnen haben ihr Kloster samt 50 Hektar Agrarland an zwei Genossenschaften übertragen. Im „Cohaus Kloster Schlehdorf“ erleben wir, wie gemeinschaftliches Leben mit Cluster-Wohnungen, Gewerberäumen, einem Seminar- und Gästebetrieb neu funktionieren kann. Sr. Josefa und Ulrike Maria Rose haben ihre Erfahrungen in den Verein „Zukunft Kulturraum Kloster“, einfließen lassen.

Kloster Reute – Generationenübergreifendes Wohnen

Die Franziskanerinnen von Reute haben in Absprache mit Politik und Gemeinde das „Klosterberg-Projekt“ initiiert. Unter dem Motto „einfach offen und nah“ schaffen sie bezahlbaren Wohnraum für Menschen, die die Werte der Franziskanerinnen teilen.

Kloster Hegne – Stiftungsgründung als Zukunftsmodell

Die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz haben seit 2019 ihre Klosterbetriebe wie Schulen, das „Institut für Soziale Berufe“ und das Hotel St. Elisabeth in eine Stiftung überführt. In der 2020 gegründeten Theodosius Akademie vermitteln die Schwestern ihre Werte weiter.

Was Sie erwartet

  • Begegnungen mit den Verantwortlichen aller drei Klöster.
  • Kloster- und Baustellenführungen.
  • Einblicke in klösterliche Transformationsprozesse und wie sie gestaltet werden können.
  • Diskussionen über architektonische Herausforderungen, Klöster denkmalgerecht umzubauen.
  • Gespräche über die Zukunft klösterlicher Werte und wie diese an weltliche Mitarbeitende und Interessierte ins Heute übertragen werden können.
  • Spirituelle Impulse an Orten der Stille
  • Ausflug auf die Klosterinsel Reichenau.

Für Ihre individuelle Reiseplanung lassen Sie uns sprechen.

Monika Vogt, Tel. 0174 689 37 38 (Mo-Fr. 10 bis 18 Uhr)

E-Mail: reisen@klosterwelten-erleben.com

Was Schlehdorf so besonders macht

Das ehemalige Kloster der Missions-Dominikanerinnen im blauen Land am Kochelsee durchläuft seit 2012 eine umfassende Nutzungsänderung. Aufgrund mangelnden Nachwuchses entschieden die Schwestern in einem schmerzhaften Prozess, das Klostergelände samt 55 Hektar Agrarfläche zu verpachten und später zu verkaufen.

2012 übernahm das KlosterGut Schlehdorf die landwirtschaftlichen Flächen. 2018 folgte die Münchner Wogeno mit der Umwandlung des Konventsgebäudes in ein Cohaus-Projekt. Heute leben hier Singles, Paare, Familien in selbst verwalteten Clusterwohnungen und vermieten Räume an Gewerbetreibende. Die etwa 20 Schwestern wohnen mittlerweile in zwei seniorengerechten Häusern im Ort und stehen im Austausch mit Cohaus und KlosterGut.

Ein Beispiel für erfolgreiche Nachnutzung historischer Klosteranlagen in ländlicher Umgebung.

Weltkulturerbe – Klosterinsel Reichenau

Gegenüber von Kloster Hegne befindet sich die weltberühmte Insel Reichenau mit ihren drei romanischen Kirchen. Im Mittelalter bauten die Benediktinermönche die Insel zum Macht- und Bildungszentrum der Karolinger aus. Bei einem Ausflug besichtigen wir die drei Kirchen samt neugestaltetem Museum und erfahren mehr über den Gemüse- und Weinbau der Insel.

Unsere Unterkünfte

Hotel St. Elisabeth in Hegne

Im Jahr 2006 eröffnete der Orden das Hotel St. Elisabeth, das als Tagungs- und Ferienhotel ein spannendes Konzept verfolgt. Das Hotel liegt in fußläufiger Entfernung zum Klosterareal. Es werden unterschiedliche Zimmerkategorien angeboten, die entweder noch den Geist einer Klosterherberge atmen oder den Komfort eines 3-Sterne-Hauses. Die meisten Zimmer gehen auf den See hinaus.

Reisende finden verschiedene Rückzugsmöglichkeiten wie eine Kapelle oder einen Meditationsraum vor. Regelmäßig veranstalten die Schwestern Kunstausstellungen und Konzerte. Im hoteleigenen Restaurant kommen frische Zutaten auf den Teller,die von regionaler Küche bestimmt werden. Ein Café lädt zum Verweilen ein.

Gästehaus der Franziskanerinnen von Reute

Das Kloster verfügt im Franziskanischen Zentrum über ein Gästehaus mit einfachen Einzelzimmern mit Waschbecken und WC. Manche Zimmer verfügen über eine eigene Dusche, andere haben eine gepflegte Etagendusche. Das Gästehaus lebt von der großen Willkommenskultur der Franziskanerinnen.

Die Schwestern bieten Vollpension mit frischen, regionalen Gartenprodukten und Gebäck aus der klostereigenen Bäckerei an. Wer sich am Abend gemütlich bei Wein oder Bier zusammensetzen will, findet ein gemütliches Eckchen.

An- und Abreise

Wir starten unsere Reise in Kloster Schlehdorf am Kochelsee, das von München mit dem Auto rund eine Stunde entfernt liegt. Von dort fahren wir rund zwei Stunden in das Kloster Reute. Unsere Reise endet in Kloster Hegne in Allensbach am Bodensee, das von Bad Waldsee in einer Stunde zu erreichen ist. Von Kloster Hegne auf die Insel Reichenau ist es ein Katzensprung: Mit dem Auto fahren wir knapp 15 Minuten.